Trittbrettkanister und Dreieckkanister aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts

Der Vorgänger des genormten 20 Liter Kanister auf Basis des Wehrmacht-Einheitskanisters war der „Trittbrettkanister“:

Trittbrettkanister – Dreieckskanister

Trittbretter sind bei heutigen Autos verschwunden. Aber in den Anfängen der Automobilität waren Trittbretter Normalität um den Einstieg in die Fahrzeuge zu erleichtern.
Gleichzeitig boten sie Platz um Ersatzkanister, mit Lederriemen gesichert, am Fahrzeug mitzuführen.
Im Kanister-Museum wir auch ein Dreieckkanister am Opel Blitz der Feuerwehr Gadebusch online ausgestellt.

Dank privater Museen wie dem gemeinnützigen Verein Auto + Technik Museum Sinsheim e. V. können auch heute noch Originale aus den Anfängen der Lkw-Technik bestaunt werden.

Bild von 2019 – Technik-Museum Speyer

Bereits an frühen Lkw, wie dem Gaggenau Lkw aus dem Jahr 1909 wurden die Trittbrett- bzw. Dreieckkanister eingesetzt.
An diesem Bild ist schön zu sehen, wie die Kanister auf dem Trittbrett befestigt wurden. So konnte eine hohe Reichweite trotz dünnem „Tankstellennetz“ erreicht werden.


Ein wahres Schmuckstück ist dieser exzellent restaurierte, voll fahrbereite Lkw der Firma Gaggenau aus dem Jahr 1909. Man baute dort zunächst Pkw, verlegte sich dann aber zunehmend auf die Lkw-Fertigung. 1907 begann eine Kooperation mit Benz, die 1910 mit der Übernahme der Firma endete. In den folgenden Jahren entwickelte sich das ehemalige Gaggenau-Werk zu einer der Keimzellen der Nutzfahrzeugproduktion von Benz.
Textquelle: www.Technik-Museum.de